Corona und die Sicherheit

Die Geschichte nach dem letzten Besuch von Barbara und mir in einer Sauna in welcher die Zeit noch nicht Stillstand und die Abstandsregelung nach Sympathie und eigenem Ermessen seines Gegenübers eingehalten werden konnte. 

 

 

 

 

 

Kurz darauf wurde der Lockdown auf nationaler Ebene ausgesprochen. Es war ein fahler, kalter und windiger Tag, als ich mit dem Bus in Richtung meines beliebten Einkaufsladen fuhr. Kaum im Laden angekommen, herrschte eine künstliche Totenstille. Man hätte vermutlich sogar eine Nadel fallen gehört. Die einen waren bereits zur Unkenntlichkeit maskiert obwohl es doch ein Vermummungsverbot in der Schweiz gibt, dachte ich mir… Die zwei Meter Abstandsregelung wurde ebenfalls ins eingeschränkte Leben anbefohlen. “Wie um Coronawillen, soll ich denn in diesem kleinen Laden, 2 Meter Abstand zum nächsten halten können und das mit einem übergrossen Einkaufswagen, welcher kaum schon alleine durch die engen Gänge gleitet” Solche Gedanken schossen sich mir durch meine in diesem Moment überforderten Hirnareale. Zum Glück dringt bei mir in “wirren Situationen” jeweils der gesunde Menschenverstand vor. 

Spannend, nein vielleicht eher beängstigend und befremdet war für mich, dass kaum jemand einem in die Augen schaut. “Der Mensch als Feind und potenzieller Virusträger” Man spürte auch in den darauffolgenden Tagen und sogar jetzt noch eine unglaubliche präsente und tiefliegende Angst, wenn ich mich auf dem schmalen Trottoir zum Quartier laden bewege und die Menschen wie Gazellen auf die andere Seite flüchten oder Zuflucht in Nachbars Blumenbeet finden.

Wer kennt Sie nicht diese oder ähnliche befremdliche Gegebenheiten. Was steckt dahinter…? die Wahrscheinlichkeit, dass ich jemanden direkt auf dem Trottoir beim vorbeigehen infiziere, ist doch sehr marginal und wäre gleichzusetzen wie wenn ich einmal im Leben Lotto spiele und dann aber den Lotto Sechser gezogen hätte…

Gibt es überhaupt eine Sicherheit im Leben? Bis jetzt habe ich diese nicht gefunden, in keinem Bereich meines Daseins und das ist auch gut so. Es gibt weder eine materielle noch eine gesundheitliche Sicherheit. Siehe vergangene Finanzkrise oder jetzt die Coronakrise die alles auf den Kopf stellt und unseren Kapitalismus arg durchschüttelt und jeder spürt wieder einmal mehr wie fragil dieses “westliche” konzipierte System ist. Sicherheit ist doch nur ein Konstrukt unserer westlichen Gesellschaft. 

Die Sicherheit ist ein finanzielles lukratives Geschäft, sei es mit Versicherungsabschlüssen bei welchem ich alles mögliche oder unmögliche absichern kann oder wenn meine Wohnung neben einer einbruchsicheren Türe zusätzlich noch von 30 Videokameras überwacht wird. Mit Angst kann man sehr viel Geld verdienen und viele Geschäftsbereiche bauen auf dieser Angstkultur auf. Komischerweise wird dann in diesen total überwachten Gebäuden dennoch eingebrochen und oftmals noch erfolgreich. Jedoch beim Nachbarn, welcher nicht einmal die Türe schliesst wird nichts gestohlen...

Angst fängt immer im Kopf an. Dann, wenn Menschen sich vorstellen: Jetzt haben wir eine gesundheitliche Krise, anschliessend kommt die wirtschaftliche Krise, dann verliere ich vielleicht meinen Job, danach kann ich vielleicht die Hypothek nicht mehr bezahlen und muss das Haus verkaufen. Es ist wie ein Kreislauf: Solche Ketten von Sorgen und Ängsten beginnen im Kopf und können uns beherrschen.

Wie kommt man aus diesem Dilemma wieder raus? 

Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand und eigenverantwortliches handeln gegenüber sich selbst und deinem nächsten. Unten stehend findet ihr ein paar Beispiele von Barbara und mir, wie wir mit dieser Krise umgehen:

-Distanz Ja natürlich aus Respekt dem gegenüber aber mit gesundem Menschenverstand

-Möglichst viele Spaziergänge im Wald, am Wasser, die Sonne und das Leben in vollen Zügen respektvoll geniessen

-Medien in Bezug auf Coronakrise nur noch bedingt und wenig konsumieren 

-Wenn möglich sein Immunsystem stärken, dies findet ja bekannterweise im Darm statt

-Mit viel Liebe gegenüber allen Begegnungen und Selbstliebe, das Leben geniessen

-Dankbar sein für das was man hat und dem Leben und sich Selbstvertrauen

Wer Lust hat kann sich gerne bei Barbara und mir melden für eine gemeinsame Wanderung bei dieser der Fokus für die Selbstliebe / Selbstwert steht und neu entfaltet werden kann siehe “Wanderung und mehr”